Divertikulose, Diabetes Typ 1, Fußpilz (Folge 27) | Die Ernährungs-Docs | NDR
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Divertikulose, Diabetes Typ 1, Fußpilz (Folge 27) | Die Ernährungs-Docs | NDR

September 19, 2019


Untertitel:
Norddeutscher Rundfunk 2019 Essen als moderne Medizin –
davon sind diese Ärzte überzeugt: Die Ernährungs-Docs. Anders essen kann so viel bewirken. Kann Krankheiten lindern und heilen. Jeder hat die Chance verdient. Eine Chance für einen Mann
mit entzündeten Darm-Ausstülpungen. Druck im Darm von “Geht so”
bis “Ich halt’s nicht aus.” Für eine Typ-1-Diabetikerin,
die oft umkippt. Erst im Krankenwagen
wach ich wieder auf. Und einen Heilpraktiker
mit chronischem Fußpilz. Es juckt und juckt –
da muss ich was gegen tun. Drei neue Fälle
für die Ernährungs-Docs. Ihre Strategie: Iss dich gesund! Kein Tag, an dem er nicht
ängstlich in sich reinhorcht. Ich habe Angst, meinen Job
nicht mehr ausüben zu können, meine Familie nicht mehr
ernähren zu können. Ich heiße Stefan Lorenz, bin
52 Jahre alt und habe Divertikulose. Ausstülpungen in der Darmwand: Wenn sie sich entzünden,
bekommt er Bauchschmerzen. Meist links, mit Übelkeit, Fieber,
Blähungen, Verstopfung und Durchfall. Die Ärzte rieten mir,
meine Ernährung umzustellen. Nur wie das funktionieren soll,
das weiß ich nicht. Etwa 30-mal ist die Entzündung
im Darm bei Stefan Lorenz in den vergangenen zwölf Jahren
aufgeflammt. Auf die nächsten Schübe
können Sie wetten. Da kann ich drauf wetten.
Kann ich nicht gut mit leben. Sitzt die Angst im Nacken? Die ist immer da
und wird jedes Mal schlimmer. Sie müssen sich das so vorstellen: Hier ist das Darminnere. Die Gefahr ist, je älter Sie werden, wächst das Risiko
für schwere Komplikationen: Dass der Darminhalt durch
ein entzündetes Divertikel bricht und in die Bauchhöhle fließt. Das ist lebensbedrohlich. Ich hatte schon eine Komplikation,
einen gedeckten Durchbruch. Da wurden Sie nicht operiert? Nein, die wollten mich operieren
mit künstlichem Darmausgang. Ich sagte Nein, das war für mich
der blanke Wahnsinn. Mehr ist nicht passiert. Sie müssen wirklich aufpassen. Sie spielen, so wie das läuft,
mit Ihrer Gesundheit … … und Ihrem Leben. So bewusst war mir das nicht. Ich zeig Ihnen mal, was im Darm
passiert, meist im Dickdarm. Die Darmschleimhaut stülpt sich
durch Lücken der Darmwand durch. Es entstehen Aussackungen,
Divertikel. Die haben viele Menschen. In den Divertikeln kann sich
Stuhl sammeln, der dort verhärtet. Enthaltene Bakterien vermehren sich
und führen zur Entzündung: Der schmerzhaften
und gefährlichen Divertikulitis. Als einzige Therapie
schluckt Stefan Lorenz Antibiotika. In den ganzen Jahren rund 1000 Stück. Antibiotika sind keine Dauerlösung. Die machen ihre Darmflora kaputt,
das ruiniert die Verdauung. Das fördert
die Entzündung der Divertikel. Das ist ein Teufelskreis. Das weiß ich. Das ist der Hauptgrund,
warum ich sag, ich brauch Hilfe. Sie sind ‘ne harte Nuss. Aber ich seh eine Chance. Seine Verdauung
und das Immunsystem stärken, die Entzündung lindern
und sein Gewicht reduzieren. All das sind Parameter
der Divertikelkrankheit. Ob das reicht,
kann ich nicht versprechen. Was Sie mir sagen,
werd ich umsetzen. Wir sehen am Ende weiter. Herr Lorenz,
bei uns soll keiner verhungern. Deshalb gibt’s jetzt was zu essen.
In Ordnung. Und ich schau Ihnen zu. Beim Essen? Mhm. Das ist genau das, was ich mag.
Guten Appetit. Linsenbratlinge auf Möhrengemüse.
Gesund. Aber darum geht es jetzt nicht,
sondern WIE er isst. Die Ärztin zählt mit,
wie oft er jeden Bissen kaut. Man sagt, 30-mal pro Bissen. Sie haben gekaut zwölfmal, … … zehnmal, … … siebenmal. Viel zu wenig. Da hab ich mir noch nie
Gedanken drüber gemacht. Es kommt darauf an,
dass Sie so lange kauen, bis ein feiner Nahrungsbrei
entsteht. Dann kommt kein ungekauter Brocken
im Darm an, der Ihren Divertikeln
Probleme macht. Das kann ich verstehen. Wie läuft das bei Ihnen zu Hause? Sind Sie ein Schnellesser? Ja. Stefan Lorenz ist Dachdeckermeister,
arbeitet unter der Woche auf Sylt. Auf Dächer
steigt er schon lange nicht mehr. Den Arbeitstag verbringt er im Büro,
das ist besser so. Jetzt sind die Wege kürzer:
Ich kann schnell zur Toilette. Auf der Baustelle
ist das ‘n Problem. Wir haben da Klos,
aber es dauert, bis du da bist. Es ist viel Geacker,
da hinzukommen. Seine Mittagspause findet
auch am Schreibtisch statt – in Rekordtempo. Ich bin’s von der Baustelle gewohnt,
schnell zu essen. Ich war 25 Jahre auf der Baustelle. Kein Bauarbeiter isst langsam. Die ganze Pause dauert … … zwischen fünf und acht Minuten. Konzentriert kauen ist der eine Teil
der Ernährungsstrategie, das richtige Essen der andere. Studien zeigen,
dass der Mangel an Ballaststoffen der Hauptrisikofaktor ist
für die Divertikelkrankheit. Okay. Ich hab mir Ihr Ernährungsprotokoll
angeschaut und einen Tag gegriffen: Zwei Brötchen mit Eiern und Käse. Mittags Nudeln mit Gulasch. Abends zwei Burger und Pommes. Was denken Sie, wie viele
Ballaststoffe sind da drin? Ich schätz wenig? Genau. Fast keine. Stefan Lorenz
braucht für den Darm unverdauliche Ballaststoffe
aus Gemüse, Früchten und Vollkorn. Die quellen wunderbar im Darm auf
und sorgen dafür, dass die Stuhlkonsistenz gut wird. Sie putzen den Darm wie ein Schwamm. Dann mal los. Eine Liste ballaststoffhaltiger
Nahrungsmittel gibt es bei den Ernährungs-Docs
im Internet. Viele Pflanzenfasern
soll Stefan Lorenz ab jetzt essen. Dann ist wichtig, dass wir
dem Darm Bewegung verordnen. Sport? Puh! Und zwar hiermit. Zwei Plastikringe
mit Stahlkugeln drin. Ja … Was mach ich damit? Schwingen Sie das mal. Schwingen? Die können Sie überall einsetzen. Beim Laufen, im Wasser,
bei Fitnessübungen. Das verstärkt den Trainingseffekt. Trauen Sie sich das zu? Mühsam ernährt sich
das Eichhörnchen. Langsam krieg ich das hin. Bewegung ist genauso gut
für den Darm wie das Kauen. Gut. Das wusste ich nicht. Die größte Änderung
wird das Kauen sein. Ich weiß nicht,
wie ich da rangehen soll. Mal üben – das ist wichtig. Die Divertikel
werden nicht verschwinden. Aber sie dürfen sich
nicht mehr entzünden. Das ist das Ziel. Daran muss Stefan Lorenz
mit anderem Essen hart arbeiten. Eine große Umstellung,
die Stefan Lorenz angehen muss. Als Nächste
kommt eine junge Frau an Bord, die wegen ihrer Krankheit
das Bewusstsein verliert. Erst im Krankenwagen
wach ich wieder auf. Dann wird mir geschildert,
wie es war. Mein Name ist Victoria Lienau. Ich bin 21 Jahre alt
und habe Diabetes Typ 1. Vicky ist zuckerkrank,
muss ihr Leben lang Insulin spritzen. Trotz Medikaments fahren
ihre Blutzuckerwerte Achterbahn. Langfristig drohen Nervenschäden. Nieren, Augen und Herz
könnten kaputtgehen. Und manchmal kippt sie einfach um. Das letzte Mal, als sie mit ihrer Schwester Katharina
beim Einkaufen war, passiert es. Da hab ich’s schon gemerkt,
dass ich orientierungslos bin. Bin alleine von meiner Schwester
losgegangen zum Süßigkeitenregal. Aber gut,
ab da weiß ich nicht mehr viel. Dann hat sie erzählt … Es hat sich angehört, als würde man eine Pfanne
auf den Boden knallen. Das knallte –
und das war ihr Kopf. Bis ich das begriffen hab,
hat’s gedauert. Aber der Moment
blieb mir lange im Kopf. Nachdem ihr Rettungskräfte
ein Glucose-Gel gegeben haben, kommt Vicky aus
der schweren Unterzuckerung raus. Nach ihrer Ausbildung wird sie den Hofladen
der Eltern übernehmen. Hier gibt es alles, was gesund ist. Das Problem ist ihr Umgang
mit dem Diabetes. Ich wieg die Sachen nicht mehr ab,
sondern gucke Pi mal Daumen. Wenn ich mich verspritze,
passiert es. Das Richtige essen, die richtige
Menge Insulin spritzen und ihr Sport: Das alles überfordert sie,
die ganze Familie. Man versucht, sie so doll
wie möglich zu betreuen, alles richtig zu machen. In der ersten Zeit geht’s noch,
da war sie zehn. Nachher durch die Pubertät
ist es so, dass sie meint, sie weiß, was richtig ist. Sich von den Eltern
was sagen zu lassen, da hab ich immer komplett zugemacht. Da sind sie irgendwann
nicht mehr an mich rangekommen. Jetzt wird es besser, weil ich
in die Zukunft guck und merke, dass es blöd ist, was ich da mach. Der Diabetologe Matthias Riedl
beobachtet das oft: Viele junge Typ-1-Diabetiker
verdrängen ihre Krankheit. Das kann tragisch enden. Das Blutzuckertagesprofil
hier … 24 Stunden. Wenn ich das anschaue,
ist es das reinste Chaos. Das seh ich so sehr selten. Viel zu viele Werte hier unten
und viel zu viele Werte da oben. Der Wertekorridor sollte hier sein. Ist das Alltag? Ja. Das ist sehr oft so. Die Autoimmunerkrankung spielt sich
in der Bauchspeicheldrüse ab. Der Körper zerstört nach und nach
die insulinproduzierenden Zellen. Die Bauchspeicheldrüse
kann kein Insulin mehr herstellen. Doch das ist lebenswichtig,
um den Zucker im Blut abzubauen. Typ-1-Diabetiker müssen also den Job
der Bauchspeicheldrüse übernehmen und immer Insulin spritzen, bevor
sie Zucker oder Kohlenhydrate essen. Unterzuckerungen entstehen, wenn das
Gleichgewicht zwischen dem Insulin und dem Blutzucker
außer Kraft gesetzt wird. Das ist auch nicht schön. Auch in der Nacht
wach ich davon auf. Ich krampf dann so ‘n bisschen,
auch mit Zittern. Ich weiß nicht, was ich sage,
rede vor mich hin. Wenn der Zucker zu niedrig ist, fehlt dem Gehirn
der Brennstoff zum Denken. Dann macht das Gehirn Quatsch. Man weiß nicht mehr,
wer und wo man ist. Genau. Ein Zustand, der sie und andere
in Lebensgefahr bringen kann. Das zeigt ihr der Arzt
mit einem Schockvideo. Das war ein Top-Bundesligaspieler,
der mit seinem Wagen im Rahmen einer Unterzuckerung
diesen schweren Unfall verursachte. Karriere zu Ende, überlebt –
aber das macht mir Angst. Mir auch. Haben Sie einen Führerschein? Ja. Bevor Vicky den Motor startet,
misst sie am Dauersensor Blutzucker, dokumentiert den Wert. So ist es vorgeschrieben. Ohne Auto wäre sie
auf dem Land aufgeschmissen. Ich muss zur Arbeit fahren,
zum Sport. In der Ernte ist es sehr wichtig. Alles, was anfällt,
muss mit dem Auto erledigt werden. Ich weiß,
dass es gefährlich werden kann. Manchmal merk ich das auch
und halt an, mess und ess was. Aber eigentlich verdräng ich’s eher. Damit es nicht heißt,
Führerschein her, müssen wir uns jetzt Mühe geben,
dass das besser wird. Insulin muss besser justiert werden,
Sport angepasst, und die Ernährung muss
darauf abgestimmt werden. Alles klar. Eine Woche lang soll Vicky
Ernährungsprotokoll führen und Anzeichen für Unterzuckerung
dokumentieren. Dann kommt Matthias Riedl
zum Hausbesuch. Eine Ernährungsberatung
von der Stange hilft Victoria Lienau nicht weiter. Ihr chaotischer Blutzucker zeigt, dass sie ein maßgeschneidertes
Konzept braucht. Mit seiner Frau Niko auf Tour – so
liebt Stefan Lorenz die Wochenenden, wenn er von der Arbeit
auf der Insel kommt. Ab auf den Campingplatz. Im Gepäck haben sie alles, was er für
seine Ernährungsumstellung braucht: Fisch, gute Öle, viel Gemüse. Ballaststoffe für den kranken Darm. Hat sich viel verändert. Ich esse weniger Fleisch
und Massen an Gemüse. Ich esse das wirklich gerne. Ich kann das gut würzen. Auf dem Campingplatz geht nur,
was schnell gemacht ist: Buntes Gemüse mit Lachs und Krabben
in Folie gegart. Wegen der Ausstülpungen im Darm soll
Stefan Lorenz konzentriert kauen. Als ich das gesagt bekam,
dachte ich, das ist Schwachsinn. Aber das ist es nicht. Es setzt schneller
‘n Sättigungsgefühl ein. Vorher brauchte ich fünf Minuten
für drei Mahlzeiten. Jetzt brauche ich ‘ne Viertelstunde
für eine Mahlzeit. Das setze ich um. Wir fangen zusammen an
und sind auch mal zusammen fertig. Das ist klasse. Sonst bin ich angefangen
und er war schon fertig. “Du hast deine Zähne
im Magen, wo kaust du?” Während der Arbeitswoche auf Sylt dokumentiert der 52-Jährige
sein neues Leben selbst. Jetzt machen wir uns überbackenen
Schafskäse mit etwas Putenbrust, Tomate, Frühlingszwiebeln,
büschn Paprika. Zwiebeln – Frühlingszwiebeln,
bin ja verwöhnt! Paprika. Tomaten, ohne Kerne wurde empfohlen. Dann machen wir das auch. Ich muss sagen: Das Wohlbefinden ist gut,
viel besser wie vorher. Da gibt’s keine zwei Meinungen. Nebenbei bemerkt rede ich grad
mit ‘ner Kamera – bin stolz. Guten Appetit, tschüss! Ich hatte ein paar Mal … … die Ernährungs-Docs gesehen. Und dachte immer: “Ja, ist klar, läuft.
Man kann sich das auch hinreden.” Aber jetzt, wo er das macht:
Ein Traum, wirklich sehr gut. Sogar das Thema Sport
nahm Stefan Lorenz in Angriff. Alles gut. Ob die Ernährungs-Docs das
in drei Monaten auch so sehen? Dieser Mann wird von Pilzen geplagt. Ich finde es selber ekelig. Es juckt, ich empfinde das
als sehr schlimm und belastend. Mein Name ist Günther Gradert, ich
bin 55 Jahre alt und habe Fußpilz. Eine ansteckende Pilzinfektion
der Zehenzwischenräume und Fußsohlen, die sich ausbreiten kann. Die Stellen jucken stark,
es bilden sich Pusteln und Bläschen, die Haut nässt und reißt ein. Es juckt auch,
bevor der Fußpilz ausbricht. Herr Gradert, ich würde mir gerne
Ihren rechten Fuß in Ruhe anschauen. Ich sehe, dass jeder Zehennagel … … von Nagelpilz befallen ist. Aber die Zwischenräume
sind nicht akut betroffen. Woran liegt das? Das liegt daran,
weil ich regelmäßig creme. Mit einer Anti-Pilz-Creme,
die er immer dabei hat. Auch prophylaktisch?
Ja, muss ich leider zugeben. Also wird eigentlich
jeden Tag gecremt? Auf jeden Fall. Trotzdem bricht der Fußpilz oft aus,
zeigen seine Fotos. So fängt das an. Da sehen Sie die Schuppung,
das juckt auch schon. Das ist der Moment,
wo ich anfange, sofort einzucremen. Wenn ich nichts machen würde,
breitet sich das aus. Gibt es dann auch Einrisse? Dieses Stadium
ist eher noch Jucken und Kratzen. Dann würde es auch einreißen. Kratzen und cremen – der Umgang mit dem Fußpilz
hat sich verselbständigt. Zehn Jahre geht das schon so. Es juckt und juckt und juckt. Da muss ich was gegen tun,
es ist unerträglich. Es ist auch eine Panik: Jede Stelle, die aussieht wie
ein Pilz, wird sofort eingecremt. Im Bett trägt er Socken, um sich nachts zu schützen
vor der Kratzerei. Es hat etwas Wollüstiges. Man kann sich nicht wehren,
man muss kratzen. Man muss da ran. Das beeinträchtigt den Schlaf. Als Heilpraktiker
widerstrebt es ihm, chemische Anti-Pilz-Tabletten
zu schlucken. Er fürchtet Nebenwirkungen –
darum nur die Creme. Wann und wie oft er sie benutzt,
dokumentiert er. 23. April: Rechter kleiner Zeh
wird schuppig, Sohle juckt. Eingecremt. 27. April: Pilz geht nicht weg.
Wieder gecremt. Wenn es akut ist bei Ihnen,
dann sieht es so aus? Dann sieht es so aus, ja. Dieses Eingerissene
ist besonders schmerzhaft. Hat er sich
schon mal ausgebreitet? Ja, es ist in die Leisten gegangen. Wenn man ‘ne Unterhose anzieht, achtet man nicht darauf
und berührt die mit dem Fuß. Und zieht den Pilz dann
offenbar in die Leisten. Das war … … alles andere als nett. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Fußpilz der Ausgangspunkt ist
für eine bakterielle Superinfektion. Um Gottes willen! Das könnte dann so aussehen. Eine Wundrose,
die zu Blutvergiftungen führen kann. Das ist ja der Super-GAU. Chronischer Pilzbefall: Eine neue Herausforderung für die Ernährungs-Docs
Jörn Klasen und Anne Fleck. Jeder dritte Deutsche hat Fußpilz. Schön feucht,
dunkel und auf gutem Nährboden. So wie diese Pilze
wächst auch der Fußpilz. Ausdruck einer gestörten Immunlage. Ist die Haut geschädigt
und das Immunsystem geschwächt, können Fadenpilze Fuß fassen. Die Pilzsporen dringen mit ihren
Zellfäden in die Hornschicht ein. Dort vermehren sich die Pilze. Das Immunsystem wird alarmiert: Es reagiert mit Entzündung,
Brennen und Juckreiz. Kleine Bläschen bilden sich,
die Haut quillt auf, bis schmerzhafte Risse entstehen. Bei Günther Gradert sind auch
die Nägel befallen – ein Nagelpilz. Der Nagelpilz ist hartnäckiger. Wenn der Pilz erst
in die Hornhaut eingesickert ist, kommt man schwieriger ran. Ich glaube,
dass wir es schwerer haben werden, aber bei dem Fußpilz
können wir sicher was erreichen. Die Strategie
von Ernährungs-Doc Anne Fleck: Mit anderem Essen
das Immunsystem stärken und zugleich den Pilzen
ihren Nährboden entziehen. Herr Gradert,
das sind die Übeltäter: Fadenpilze. Widerlich. Die machen Ihren Fußpilz. Diese Biester sind immer hungrig. Quasi süchtig. Ja … Und zwar nach Zucker. Ich hab’s befürchtet. Die Pilze müssen auf Entzug. Das heißt: Sie müssen auf Entzug. Mhm. Zuckerentzug.
Totaler Verzicht, vier Wochen lang. Ich hab in Ihrem
Ernährungsprotokoll gesehen, Sie ernähren sich quasi von Zucker.
Tatsächlich? Das hat Günther Gradert
in fünf Tagen an Süßem verputzt. Mhm. Auch der Ahornsirup? Letzten Endes ist alles Zucker. Und das entspricht
etwa 220 Würfelzuckern. Das? Genau. Das ist natürlich schrecklich. Das wird jedem klar,
dann auch mir. Runter vom Zucker.
Dabei sollen Bitterstoffe helfen. Lecken Sie mal dran. Hmm! Och Kinners, das is aber,
oh Gott, oh Gott. Jetzt haben Sie garantiert
keinen Heißhunger mehr auf Süß. Nee. Um das Immunsystem zu stärken, soll er auch auf säurebildende
Lebensmittel verzichten: Weißmehl,
Kuhmilch und Schweinefleisch. Stattdessen Fisch und Geflügel,
hochwertige Öle und viel Gemüse. 80 Prozent Ihrer Immunzellen
sitzen in Ihrem Darm. Ihr wichtigstes
Immun-Gesundheitszentrum muss gestärkt werden,
damit wir die Pilze loswerden. Die Ärztin hat noch
ein spezielles Anti-Pilz-Programm für Günther Graderts Füße:
ein Fußbad mit Eichenrinde. Die Gerbstoffe aus der Eichenrinde
lindern die Entzündung. Ganz wichtig danach: Die Zehenzwischenräume
trocken fönen. Feuchtigkeit ist das Thema. Darum neue Regel: In Zukunft
bitte die Salbe weglassen. Okay. Die Creme befeuchtet. Wie das Eichenrindenfußbad
hergestellt wird, steht bei den Ernährungs-Docs
im Internet. Konsequenter Verzicht. Günther Gradert realisiert,
was auf ihn zukommt. Man ist in Gewohnheiten eingefahren,
es erfordert Disziplin. Ernährungs-Doc Matthias Riedl ist
heute als Landarzt auf Hausbesuch. Bei Vicky Lienau. Um ihre Blutzuckerschwankungen
unter Kontrolle zu kriegen, will er Ordnung in die Ernährung
der Typ-1-Diabetikerin bringen. Zittern, Schwindel,
Müdigkeit, Kopfschmerzen: Das sind Zeichen für Unterzuckerung. Ja. Eine Unterzuckerung
ist ein echter Notfall, bei dem Sie richtig handeln müssen. Mit Kohlenhydraten,
die schnell ins Blut gehen: Vier Plättchen Traubenzucker oder
ein Glas Malzbier, Saft oder Limo. Dann warten Sie zehn Minuten ab,
was passiert und schießen dann
mit langsameren Kohlenhydraten nach. Das können eine Banane,
ein Apfel, Joghurt mit Haferflocken oder eine Scheibe Vollkornbrot
mit Käse sein. Grund für die Blutzuckerschwankungen
ist Vickys chaotische Ernährung. Hier morgens ein helles Brötchen. Dann haben Sie aber bis 16 Uhr
nichts mehr gegessen. Dann ein bisschen Fastfood-Schrott. Dann kam abends erst
wieder ‘ne Clementine dazu. Das ist nicht gut. Da fehlt Regelmäßigkeit. Vor allem fehlen Kohlenhydrate,
die langsamer ins Blut übergehen. Was fast komplett fehlt, ist Gemüse. Gemüse steigert den Blutzucker kaum
und führt dazu, dass es zur Glättung kommt. Das wär gut. Als Typ-1-Diabetikerin muss sie
vor dem Essen Blutzucker messen. Sie muss Kohlenhydrate
in Broteinheiten umrechnen, die Insulinmenge festlegen
und spritzen. Und Sie messen immer? Meistens.
Also nicht immer? Nee. So wie an diesem Tag? Da war auch kein Spritzen. Kann gut sein. So sind Sie im Blindflug unterwegs
und kommen in heftige Turbulenzen. Der Diabetologe
plant für Vickys Ernährung eine spezielle Doppelstrategie: Sie soll wenig und nur
langsame Kohlehydrate essen. Nur beim Sport
müssen es mehr Kohlenhydrate sein. Ihr Hauptproblem ist die
Unterzuckerung nach dem Sport, besonders nachts. Bewegung senkt den Blutzucker. Dann kommt
der Muskelauffülleffekt. Kennen Sie den? Nein. Über Stunden,
ja sogar Tage nach dem Sport fordert die Muskulatur Zucker ab,
um ihre Speicher aufzufüllen. Deshalb die Unterzuckerung nachts.
Das ergibt Sinn. Eine Stunde,
bevor sie zum Training geht, muss sie den Blutzucker messen
und langsame Kohlenhydrate essen. Für 30 Minuten Sport
eine Broteinheit. Nach dem Training wieder messen
und Kohlenhydrate nachfüttern. Mit Ihrem Hofladen haben Sie alles,
was gut und gesund ist. Das ist das Mekka der Ernährung.
Das müssen Sie nutzen. Ich sitz an der Quelle. Früher hieß es: Essen Sie, was Sie wollen
und spritzen Sie danach. So wurde es mir erklärt.
So habe ich gelebt. Das ist überholt. Die moderne Diabetiker-Ernährung
besteht aus komplexen Kohlenhydraten: Gemüse, Obst, Kartoffeln,
Naturreis, Vollkorn, Hirse, Nüssen und Hülsenfrüchten. Das ist ein optimales Essen für Sie. Ein Spinatbratling
mit Pilz-Tomatensoße. Das Allerwichtigste ist, dass da
ganz wenig Kohlenhydrate drin sind. Das heißt, wenig Insulin spritzen,
ein geringer Blutzuckeranstieg, weniger Schwankungen,
bessere Einstellung. Ich hoffe, ich krieg das hin.
Bestimmt. Weitere Rezepte für Diabetiker gibt es bei den Ernährungs-Docs
im Internet. Ich werde es versuchen und sehen,
wie viel ich davon umsetzen kann. Wahrscheinlich nicht 100 Prozent,
aber ich nehm das in Angriff. Günther Gradert
probiert sich als Food-Fotograf und dokumentiert
seine Anti-Fußpilz-Ernährung. Es macht schon viel Spaß
mit den Fotos und es motiviert mich zu kochen. Ich koch ja nicht so gern,
ich esse lieber. Das ist ein gelber Zucchini-Salat. Die Zucchini sind aus dem Garten
meiner Eltern. Die schmecken auch etwas süß. Das ist ein asiatisches Gericht
mit Gemüse und Kokos. Da sind Wasserkastanien drin,
die schmecken etwas süß. Super lecker. In kein Gericht
mache ich extra Zucker. Früher habe ich
mit einem Teelöffel nachgesüßt. Der Zuckerfreund soll zuckerfasten, um den hartnäckigen Fußpilz
auszuhungern. Schwierig. Man kann nicht von 0 auf 100
den Zucker komplett weglassen. Das halte ich für ausgeschlossen –
ich zumindest nicht. Darum erlaubt sich Günther Gradert
hier und da einen Seitensprung. Ja, es läuft. Heute gibt es Scones, meine Lieben. Scones sind aus Weizen
und mit Zucker. Auch das gönne ich mir – trotz der Vorschrift,
keinen Zucker essen zu dürfen. Und selbstverständlich,
wenn Sie kurz mal drauf schwenken: Erdbeermarmelade. Diese hat natürlich Zucker,
aber immerhin 65 Prozent Früchte. Köstlich. Ganz wunderbar. Gegen akuten Süßhunger soll
der 55-Jährige Bitterstoffe nehmen. Tatsächlich helfen ihm die Tropfen. Ich hab das Gefühl, dass der Bitterstoff im Mund
was bremst oder hemmt. Das ist wie ‘ne Art Blockade,
wie ein Bremsklotz. Regelmäßig badet der Hamburger
seine vom Pilz befallenen Füße in Eichenrindensud. Die Creme benutzt er nicht mehr. Mit dem Nagelpilz geht er
zur medizinischen Fußpflege. Die Podologin raut die Nägel auf
und trägt ein Präparat auf, das den Pilz abtöten soll. Ob ihm das alles hilft,
die Infektion loszuwerden? Ich bin froh
und es ist der richtige Weg. Ist auch keine Einbildung oder so. Dafür bin ich ja Heilpraktiker
und weiß, was ein Placebo-Effekt ist. Muss man klar sagen. Stefan Lorenz
kommt zum Ergebnis-Check. Er hat versucht,
viele Ballaststoffe zu essen, gut zu kauen
und etwas Sport zu machen. Hat sich seine Divertikelkrankheit
gebessert? Herr Lorenz, wenn ich Sie
noch mal probeessen lassen würde: Was wäre jetzt anders?
Die Menge des Kauens. Vor einem halben Jahr kaute er
nur etwa zehnmal pro Bissen. 30-mal sollte er aber, um seine
Verdauung optimal zu unterstützen. Ich hab mir das zu Herzen genommen
und kaue 30-mal. Es wird auch mal weniger,
aber ich kaue wesentlich mehr. Super. Wie hat sich Ihr Zustand unter
der Ernährungsumstellung verändert? Ich muss nicht siebenmal am Tag
zur Toilette, sondern zwei- oder dreimal. Fühlen Sie sich
fitter, vitaler, belastbarer? Nicht mehr so müde und kaputt. Und die Divertikel,
haben die sich wieder entzündet? Bis jetzt ist nichts gewesen. Das ist super und erstaunlich,
wenn wir uns überlegen: Vorher hatten Sie im Jahr zwei
bis drei Divertikelentzündungen. Ja. Das heißt,
die haben Sie nicht mehr gebraucht? Antibiotika. Mehr als 1000 Stück
hat der Dachdeckermeister geschluckt. Immer, wenn die Entzündung
in seinem Darm wieder hochkam. Die sind weggepackt –
und da sollen die auch bleiben. Ja, das ist toll. Ich würde es gern
noch konkreter fassen. Mit einer Beschwerdeskala
von eins bis zehn. Damals, würde ich sagen,
war das ‘ne Acht. Legen Sie’s ruhig drauf. Jetzt schätze ich es ein
zwischen zwei und drei. Das ist ein Wort. Wie hat sich das
auf Ihr Gewicht ausgewirkt? Ich hab acht Kilo abgenommen. Aber ich möchte,
dass die Fahrt weitergeht. Das sollte es und wird es auch.
Sie sind auf Kurs. Ich würd Sie gern
alleine weitersegeln lassen. Das kriege ich hin. Auch die Gewichtsreduktion ist
bei Divertikulose nicht unerheblich. Jedes Kilo weniger, vor allem
am entzündlichen Bauchfett, bedeutet weniger
entzündungsfördernde Botenstoffe. Auf diesem Gesundkurs
sollte Stefan Lorenz bleiben. Den wichtigsten Schritt
hat Vicky Lienau gemacht. Die Typ-1-Diabetikerin
hat angefangen, sich aktiv mit ihrer Krankheit
auseinanderzusetzen. Verdrängen ist nicht mehr. Ich habe es mehr akzeptiert,
im Gegensatz zu vorher. Ich freu mich über gute Werte
und ärgere mich, wenn sie schlecht sind. Dann versuche ich schnellstmöglich,
sie wieder glatt zu kriegen. Ich bin da hinterher,
dass es gut läuft. Die 21-Jährige isst nun regelmäßig,
dreimal am Tag. Viel Eiweiß, Vollkorn und Gemüse,
um den Blutzucker zu stabilisieren. Eins der Küchenexperimente
filmt eine ihrer Schwestern. Zutaten für eine Pizza
mit “anderem” Teig. Der Boden
ist aus Blumenkohl und Käse. Und ein Ei. Sehr gut, schmeckt mega. Wenn Vicky
mit ihrem Freund Pascal essen will, sieht es schon schwieriger aus. Ich versuche, das zu essen,
was sie auch isst. Das fällt mir sehr schwer,
da ich kein Gemüse esse. Es schmeckt mir einfach nicht. Er isst einfach gar kein Gemüse. Wir wollen trotzdem zusammen kochen
und haben gesagt: Wir machen einen Teil
mit Lasagneblättern und den anderen mit Zucchini,
damit ich wenig Kohlenhydrate hab. Dann können wir zusammen essen. Den Weg haben wir gefunden. Die gefährlichen Unterzuckerungen,
besonders nach dem Sport, sind weniger geworden. Sie hat gelernt, schnelle und langsame Kohlenhydrate
genauer zu dosieren. Es ist besser geworden. Ich hatte das regelmäßig,
jetzt nur noch vereinzelt, dass ich unterzuckere. Schafft sie es so
aus der Gefahrenzone? Acht Wochen später: Die Typ-1-Diabetikerin
kommt wieder aufs Praxisboot. Wie hat sich
ihr Blutzucker verändert? Unser besonderer Fokus war,
denn das ist das Gefährliche, auf diese tiefen Werten. Das war nicht schön. Jetzt haben wir diese Kurve hier. Wir sehen: In der Nacht haben Unterzuckerungen
drastisch abgenommen. Vicky hat im Handy täglich
auch ihre Messwerte dokumentiert. Wo ist mal was mit Unterzuckerung? Kommen keine mehr vor?
Nicht so häufig. So soll’s ja sein. Da hab ich eine. Die muss man schon suchen
mit der Lupe. Ja. Das zeigt, dass so was … … nicht wieder passiert ist. Sonst hatte ich das zweimal im Jahr.
Jetzt noch gar nicht. Und das wird auch
nicht wieder vorkommen, wenn Ihre Werte
so konstant bleiben. Durch das Zusammenspiel
von regelmäßigem und richtigem Essen: Wie Vollkorn und Gemüse,
messen, spritzen und Obst, also Kohlenhydrate
vor dem Sport. Das sind mit die Erfolgsgaranten. Ja, und das macht mir
auch gar nichts mehr aus. Das mach ich einfach so. Die jungendliche Rebellion
gegen den Typ-1-Diabetes ist niedergeschlagen? Ja, früher hat meine Mutter sich
darum gekümmert. Jetzt nehm ich’s selber
in die Hand und hab’s akzeptiert. Dafür herzlichen Glückwunsch! Danke. Victoria Lienau hat Verantwortung
übernommen für sich und ihre Erkrankung –
das ist entscheidend. Jetzt kann sie
mit ihrem Typ-1-Diabetes eine gesunde Zukunft erleben. Auch Günther Gradert
kommt zum Abschlussgespräch. Was macht sein Fußpilz? Hat der Zuckerverzicht
etwas gebracht? Herr Gradert,
lassen Sie mal schauen. Ich guck mir
die Zehenzwischenräume mal an. Sieht exzellent aus, es ist glatt. Wir haben keine Schuppen
und keine Rötung. Man sieht nichts mehr. Nichts, alles gut. Jucken tut’s auch nicht mehr?
Nein, da ist nichts mehr. Ist das nicht wiedergekommen?
Einmal. In den ganzen Monaten?
In den ganzen Monaten, ja. Gab es da einen Auslöser? Ich bringe es mit einem großen
Eisbecher in Verbindung. Die Zuckerquittung. Und was ist mit dem Nagelpilz? Wir sehen noch, dass etwa die Hälfte des Nagels
noch betroffen ist. Was besonders gut ist: Der Nagel
ist nicht mehr so verdickt. Für den Zeitraum finde ich, dass es sich
sehr deutlich gebessert hat. Was man hier sieht: Medizinische Fußpflege
und moderne Ernährung haben perfekt ineinander gegriffen. Verzicht auf Schweinefleisch,
Kuhmilch und Zucker wirkt also – ganz ohne Creme. Sie haben die gierigen Pilze
erfolgreich ausgehungert. Mhm, so ist es. Wenn wir die Nägel frei kriegen,
sagen wir “Juhu!”. Das muss noch weitergehen.
Auf jeden Fall. Wenn man auf die Jahre zurückblickt,
hat das auch was Irres. Sobald es juckt,
eincremen, immer wieder. Das ist mein Triumph. Nächste Woche
kümmern sich die Ernährungs-Docs: Um einen übergewichtigen
Radsportler mit Knie-Arthrose. Um eine Frau
mit entzündetem Zahnfleisch und einen Vater,
der kurz vor der Magen-OP steht. Sein Ess-Zustand
war wirklich Katastrophe. Das Buch zur Sendung ist im Buchhandel
oder im NDR Shop erhältlich. Copyright Untertitel: NDR 2019

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  1. Jetzt fehlen ja die plastischen Beispiele für die jeweilige Krankheit und die anständigen negativen Darstellungen der Konsequenzen. Richtig schade, gerade der Mann hatte das gebraucht.

  2. sorry wenn ich lach aber was soll denn dieser künstlich im nachhinein eingespielte sound wenn das mädel ihren blutzucker misst xD
    das gerät hab ich selbst und es macht eben einen ganz anderen ton wieso nehmt ihr nicht den original ton sondern so nen dummen falschen?xD

    und sorry aber so ne unterzuckerung merkt man in der regel eigentlich und die kommt nicht von einer auf die andere sekunde so stark das man ohnmächtig wird das dauert schon ein wenig

    und ich glaub sogut wie jeder diabetiker hört nach ein paar jahren auf sein essen abzuwiegen
    das kommt einfach mit der zeit weil man eben lernt es abzuschätzen und auch weil man ein gefühl für seinen körper bekommt

  3. Sie hat nie gegen Diabetes rebelliert, sondern halt, wie alle Kids, gegen ihre Eltern. Weil der Dr. Riedl aber gar nicht in die Elternrolle gegangen ist, sondern sie ernst genommen hat, war da keinerlei Rebellion mehr nötig.

    Das ist nämlich das, was wirklich hinter der Rebellion steckt – die Ablösung aus einem Abhängigkeits- und Autoritätsverhältnis, das seinen Zweck erfüllt hat und nur noch Ballast darstellt.

    Junge Menschen sollten schnell selbstständig sein und auf eigenen Füßen stehen, dann wäre vieles leichter. Man wächst ja auch mit seinen Aufgaben. 🙂

  4. Juhu. Das einzige, das der Heilpraktiker kennt, ist der Placebo-Infekt. Eine Beleidigung für alle Heilpraktiker, echt!

  5. Boa, krieg ich Anfall. Typisch Heilpraktiker, keine Ahnung von nix. Wie Ahornsirup ist auch Zucker… wann schreitet der Gesetzgeber endlich ein und verbietet solchen Typen, Menschen behandeln zu dürfen…

  6. Ich liebe liebe liebe diese Sendung es ist schon heftig was eine Ernährungsumstellung alles bewirken kann. Wenn man sich endlich dazu aufgerafft hat es anzugehen ist es quasi ein Selbstläufer.

  7. Man muss dazu sagen, man weiß ja nicht in welchem Feld dieser Heilpraktiker arbeitet. Er wird wohl kaum Experte für Pilzerkrankungen sein.

    Außerdem stellt er sich ziemlich doof an.

    Gibt es aber auch bei Ärzten, glaubt mir. 😊

  8. Der Freund von ihr sieht aber leider auch nicht so gesund aus, dass man überhaupt kein Gemüse isst, wird sich dann aber auch leider früher oder später rächen.

  9. Der Typ mit dem Fusspilz hat es unterlassen sich mit Medikamenten behandeln zu lassen und wundert sich, dass 10 Jahre der Pilz 🍄 sich immer wieder ausbreitet. Was für ein Idiot! Solche Leute sind verantwortlichlos, da sie auch andere anstecken!

  10. Victoria, hau rein Du schaffst das. Akzeptiere das Du ein Typ1 bist. Dann kannst Du alles erreichen. Du bist nicht allein. Ich (52) Halle Berry (52) und viele mehr. L. G.

  11. Boa, dieses ständige Rumgefummel an der vom Pilz befallenen Haut. Gruselig. „Dank“ Psoriasis weiß ich, wie heftig Juckreiz sein kann. Aber dem Heilpraktiker würde ich nicht die Hand geben, aus Angst, mir auch diesen Pilz einzufangen… und das scheint ja schnell zu gehen, wenn man seine Unterhosenstory hört.

  12. Ich frag mich, wieso einem Diabetiker nicht die ketogene Ernährung nahegelegt, bei der der Stoffwechsel sich von Kohlenhydraten auf Fettverbrennung umstellt.

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